Moin ich bin Jan,

 

nachfolgend schreibe ich was zu meiner Zielsetzung, meinen Erfahrungen und meinem Sinneswandel:

Zielsetzung:

Das Projekt ist für mich eine schöne Möglichkeit eine Gemeinschaft in meiner alten Heimat mit aufzubauen. Ich habe Lust Obst- und Gemüse zur Selbstversorgung anzubauen und zu verarbeiten. Einen erwerbsmäßigen Gemüsebau (vielleicht eine solidarische Landwirtschaft) und andere Projekte unterstütze ich gerne.

Ich kann mir gut vorstellen Vorträge, Seminare oder Treffen zur Weiterbildung (mit) zu initiieren.

 

Erfahrungen:

Ich bin auf dem Hof in Enge aufgewachsen und habe bis 1999 dort gelebt. Meine Großeltern haben den Hof 1950 mit 1 ha Land gekauft und dort eine Gärtnerei eröffnet. Meine Eltern haben diese übernommen und zu einer Baumschule erweitert. 

Wie bei vielen anderen kleinen Gartenbaumschulen verkleinert sich die Produktionsfläche. Wir haben das Glück, die frei werdenden Flächen für unser Gemeinschaftsprojekt nutzen zu können. Die Baumschule läuft parallel dazu weiter und wir erhoffen uns viele Synergien.

Wegen der familiären und geschichtlichen Verbindungen zum Hof möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich keine Geltungs- und Besitzansprüche an das Grundstück stelle, die mich von den anderen Projektmitgliedern unterscheidet. Ziel ist die gemeinschaftlich genutzten Flächen und Gebäude in Gemeineigentum zu überführen.

Ich finde es wirklich toll, dass meine Eltern und Geschwister dem offen gegenüber stehen.

 

 

 Ausbildung:
- Fachgymnasium Fachrichtung Agrar Niebüll (von 97 bis 99)
- Berufsausbildung zum Baumschulgärtner Steffen Rellingen (von 99 bis 2001)
- Studium zum Landschaftsbauingenieur FH Osnabrück (von 2001 bis 2005)

 

Ich bin mit Claudia verheiratet und freue mich sehr, dass wir nach 10 Jahren in Hamburg beide jetzt viel Lust auf das Projekt haben.

Bevor bei uns ein 2016 Prozess der Weiterbildung und des Sinneswandels begann, haben wir erfahrungsreiche Jahre sammeln können.

Claudia und ich haben zusammen 9 Jahre lang selbstständig einen Rollrasenhandel aufgebaut. Dabei war es mir wichtig fair zu den Mitarbeitern zu sein; sonst war ich in der Betriebsführung gewinnstrebend und systemangepasst.

Wir hatten Lust - und durch den Saisonbetrieb war es zum Glück auch möglich - viele Monate zu reisen und dabei Einblicke in andere Kulturen und Landschaften zu bekommen (z.B.: Russland, China, Nepal, Indien, Iran, Mittelamerika…).

Durch zunehmende Betriebsgröße und Verantwortung wurde das Arbeiten nach und nach mehr zum Müssen (statt Wollen). Meine Tätigkeit verlagerte sich mehr ins Büro und ging einher mit Bewegungsmangel, Gewichtszunahme und Überforderung. Der Stress wurde größer, der Spaß geringer und glücklicherweise wollte unser Lieferant die Firma zu Ende 2016 kaufen.

Dann folgten Jahre der Firmenübergabe, Reisen, Weiterbildung und Selbst- und Sinnfindung.

 

 

Sinneswandel:

2016 bin ich auf die Nachdenkseiten gestoßen, welche bei mir die Beschäftigung mit folgenden Themen in Gang gesetzt haben:

  • Lenkung und Ablenkung durch Medien
  • Imperialismus, Geopolitik, Kriege
  • Probleme unseres Geldsystems
  • sehr ungerechte Vermögensverteilung
  • Ausbeutung bzw. Abschöpfung der Bevölkerungen
  • Massentierhaltung und Urwaldabholzung für Futtermittel
  • Einwegplastik und deren Menge in der Umwelt und den Meeren
  • Energieverbrauch, -verteilung, sowie Entwicklung des Verbrauchs, Herkunft und Vorrat
  • Kleidungsherstellung
  • Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und Auswertung
  • Ängste und Hoffnungslosigkeit
  • Spaltung nach Völkern, Religionen, Geschlechtern, Alt und Jung sowie Links und
    Rechts, statt den Unterschied zwischen Arm und Reich zu verdeutlichen, bzw. zu reduzieren
  • Grundlagenkrise der Wissenschaft (dass es zusätzlich zum Stofflichen auch das Seelische und Geistige gibt)
Zur Defizitanalyse empfehle ich unter anderem folgende Videos:
 
Vortrag von Dr. Daniele Ganser zum Buch „Illegale Kriege“
 
 
Interview mit Prof. Rainer Mausfeld zum Buch „Warum schweigen die Lämmer“
 
 
 
 
Vortrag von Prof. Bernd Senf zu Mängeln im Geldsystem
 
 

Die Erkenntnisse daraus haben mich anfangs runtergezogen, aber inzwischen bin ich positiver denn je und sehe, dass ich anfangen kann sinnerfüllter, positiver, nachhaltiger und gesünder zu leben.

Ich versuche vieles zu hinterfragen. Wie ist Dieses oder Jenes zurzeit und wie sollte bzw. könnte es sein. Vor allem mein Handeln versuche Schritt für Schritt zu hinterfragen und nach Möglichkeit auch zu ändern. Viele Änderungen fallen mir sehr leicht andere schwerer.

In der Summe bringt es viel Spaß.

 

Auch die Toleranz jedem seinen eigenen Prozess mit eigenem Tempo zu lassen ist wichtig. Ich versuche Impulse zu geben und nicht zu missionieren.

Seit 2017 bin ich in der Friedensbewegung aktiv und beschäftige mich jetzt überwiegend mit positiven Dingen:

  • Gemeinschaftsprojekten und Transition Towns (Städte in positiver Wandlung)
  • Gemeinschaftsbildung
  • Gemeinwohlökonomie
  • Vollgeldsystemen und Parallelwährungen
  • Ernährung und Gesundheit
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Ökologische solidarische Landwirtschaft und Permakultur
  • Friedensbewegung: Pax Terra Musika, Stopp Ramstein

Ich habe mehrere Seminare in Gemeinschaften und zur Gemeinschaftsbildung mitgemacht und freue mich auf weitere.

2019 helfe und lerne ich in der solidarischen Landwirtschaft Vierlande viel dazu.

Ich wohne seit 2009 mit Claudia in Hamburg. Mal in WGs, mal zu zweit, immer mit vielen Menschen in unserem Freundeskreis.

In meiner Freizeit bin ich gern in der Natur unterwegs (wandern, segeln, campen, entspannen, essen, lesen und freidenken), aber auch gern mal in der Sauna, auf Festivals und an schönen urbanen Plätzen. Vorzugsweise zusammen mit Claudia und / oder Freunden.

 

Ich finde es so passend, dass dieses Projekt schräg gegenüber von Gerd (link) entsteht, der sich schon seit langem mit der sozialen Frage beschäftigt. Durch seine Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen ist es anfangs vielleicht schwer ihm zu folgen, aber ich kann jeden bestärken es zu versuchen und ggf. nachzufragen. Er erklärt geduldig.

Wer wir sind

Jan Sönksen

Jan Sönksen

Ich bin auf dem Hof in Enge aufgewachsen und habe bis 1999 dort gelebt; danach in Osnabrück und Hamburg. Seit 2016 bin ich in einem vielschichtigem Weiterbildungsprozess, der sich inzwischen richtig gut anfühlt.

Claudia Steensen

Claudia Steensen

Nähere Infos folgen

Florian Habenicht

Florian Habenicht

Aufgewachsen in Süderlügum, Tischler im Nachbarort gelernt, ab 2003 Gewerbe angemeldet. Nach elf Jahren Wohnhaft- Hamburg zog es mich 2011 nach Nordfriesland zurück, und ich fing an aus Treibholz beleuchtete Skulpturen zu fertigen.

Gerd Primke

Gerd Primke

Ich wohne schräg gegenüber zum Projektgelände. Ich beschäftige mich mit der sozialen Frage und finde es notwendig ein Bewusstsein für die seelische Ebene und die geistige Ebene zu entwickeln, mit der jeweils entsprechenden ´moralischen Logik´.